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Vor dem Start

Suchen Sie sich einen geeigneten Flugplatz aus. Es sollten wenn möglichst keine Stromleitungen und Bäume in unmittelbarer Nähe zu finden sein.
In einem Naturschutzgebiet sollte man das Drachenfliegen auch eher sein lassen.
Ist der Platz gefunden, wird der Drachen nach der Aufbauanleitung (meistens liegt eine Aufbauanleitung jedem Drachen bei) zusammengebaut.
Auf die Windrichtung sollte man geachtet haben, denn die Lenkleinen werden in Windrichtung ausgelegt.

Tipp:
Bei starkem Wind lohnt es sich die Enden (Griffschlaufen) mittels eines Bodenankers (stabiler Stock geht auch) am Boden zu fixieren.

Der Drachen wird mittels eines Buchtknotens an der Waage des Drachens befestigt.
Nun wird der Drachen mit weit nach hinten gelehnter Nase aufgestellt.


Starten und Lenken

Die Griffe werden nun vom Boden aufgenommen (beide Hände verbleiben in der gleichen Position – vorerst).
Der Wind sollte nun direkt auf den Drachen (Waagseite) treffen.
Bei wenig bis mittleren Wind startet der Drachen, indem beide Hände gleichzeitig zurückgezogen werden oder der Pilot einen Schritt nach hinten macht.
Bei starkem Wind reicht meist ein vorsichtiges Ziehen an den Leinen.
So nun ist der Drachen hoffentlich aufgestiegen.
Kurven können nun recht einfach geflogen werden, in dem die rechte Leine beispielsweise nach hinten gezogen wird, fliegt der Drachen eine Rechtskurve.
Gleiches ist möglich, wenn der linke Arm verwendet wird (Linkskurve).
Der Drachen fliegt diesen Manöverbefehl solange bis der entsprechende Arm in die Ausgangsposition zurückgebracht wird, oder der Drachen den Boden berührt.
Letzteres wollen wir nicht hoffen ;-)

Wenn die beiden Drachenleinen wieder dieselbe Position aufweisen, fliegt unser Drachen in die Richtung, in der die Drachennase zeigt – soll heissen, dass der Drachen nicht unbedingt nach oben fliegt – Achtung ist geboten!

Tipp:
Scheint der Bodenkontakt unvermeidbar, läuft der Pilot schnell auf den Drachen zu, sodass der Flug der Drachen verlangsamt wird und ein Crash entsprechend weicher ausfällt.

Runter kommt halt jeder Drachen, nur wie.

Eine Landung ist am äussersten Rand es Windfensters wohl am einfachsten. Der Drachen wird dazu soweit es möglich ist nach links oder rechts geflogen. Der Drachen wird durch den fehlenden Wind, der auf sein Segel trifft immer langsamer und sinkt irgendwann zu Boden.
 


Waage und Waageneinstellung

Waagentrimmung

Der Drachen ist mit zwei Leinenkonstruktionen versehen, deren Ende durch mehrere Punkte mit dem Drachen verbunden ist. Die so genannte Waage.
An deren Ende (Waagenpunkt) werden wie bereits erwähnt die Lenkleinen befestigt.

Wichtigste Funktionen der Waage:

- optimaler Anstellwinkel des Drachens beizubehalten
- gleichmäßige Verteilung von Belastungen auf den Drachen
- Steuerung des Drachens ermöglichen

Die Flugeigenschaften eines Drachens können wir durch das Verschieben des Waagenpunktes auf dem durchlaufenden Waagschenkel verändern.
Lenkdrachen können durch das Trimmen der Waage für bestimmte Flugstile oder aber auch auf verschiedene Windstärken eingestellt werden.
Auch kann die Einstellung der Waage bestimmte Flugeigenschaften beeinflussen.

Die Waage flacher stellen

Der obere Teil des durchlaufenden Waagschenkels wird hierdurch verkürzt.
Der Drachenpilot kann seinen Drachen bei weniger Wind gut starten, aber erreicht nicht mehr die Geschwindigkeit wie vor der Veränderung. Der Drachen kann auch etwas lauter werden.
Wird die Waage aber zu flach eingestellt, gelingt der Start des Drachens gut, aber der Drachen droht bei engeren Kurven und am Windfensterrand abzustürzen.

Die Waage steiler stellen

Durch die Verlängerung des oberen Teils des Waagschenkels, stellen wir die Waage steiler.
Das hat zur Folge, dass unser Drachen schneller, zugstärker aber auch leiser im Windfenster unterwegs ist. Es können mit dieser Waageneinstellung auch engere Kurven geflogen werden.
Wird die Waage allerdings zu steil eingestellt, wird ein Start des Drachens nicht mehr möglich sein oder in der Luft wird sich der Drachen unkontrollierbar zur Seite wegdrehen.


Windfenster

Der Bereich, in dem sich ein Drachen am Wohlsten fühlt.

Als Windfenster bezeichnet der Drachenpilot den Bereich, indem der Drachen geflogen werden kann.
Ein Drachen hat in der Windmitte den größten Auftrieb. Diese Stelle ist am Boden vor dem Drachepiloten, in der Entfernung seiner Lenkleinen. Hier erreicht ein Drachen die größte Geschwindigkeit und auch den größten Druck.
Einsteiger sollten diesen Punkt zum Start des Drachens nutzen.
Wird ein Drachen zum Windfensterrand geflogen, wird der Flug des Drachens verlangsamt.
Bereits erwähnt wurde die Landung des Drachens am Windfensterrand.


Das "Tafelwerk" des Drachenfliegers
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